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Aktuelle Programmänderungen
Aufgrund einer Terminverschiebung übernimmt der kanadische Filmemacher Mathieu Denis die Master Class von und mit Susana de Sousa Dios.


Mathieu Denis | Those who make a revolution only halfway only dig their own graves
Master Class | Internationales Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte
Mittwoch, 04.10.2017, 10.00-12.00 Uhr, Filmhaus Nürnberg

englischsprachige Veranstaltung
Anmeldung im Rahmen der Tagungsteilnahme erforderlich

Gemeinsam mit Regie-Kollege Simon Lavoie erzählt der kanadische Filmemacher Mathieu Denis in seinem Film THOSE WHO MAKE A REVOLUTION ONLY HALFWAY ONLY DIG THEIR OWN GRAVES die Geschichte einer Gruppe junger Menschen, die sich im Gefolge der Studentenproteste in Quebec im Jahr 2012 radikalisiert und den sozialen und politischen Umsturz zu erzwingen sucht. Doch lässt sich eine revolutionäre Geschichte wie diese mit den Mitteln des konventionellen Kinos erzählen?

Denis‘ Antwort lautet klar „nein“ und so bedient sich der Film des vollen Malkastens des revolutionären Kinos, mixt unterschiedliche Filmformate, benutzt Performance Art und Texttafeln, ja sogar eine Ouvertüre darf nicht fehlen. Ein gigantisches, mitreißendes Unterfangen, das immer wieder auf die Filme Godards und anderer verweist und doch eine ganz eigenständige Filmsprache findet, die ihr Sujet furios umsetzt. Die Master Class ist der Entstehung und der spezifischen Umsetzung dieses Films gewidmet.

Mathieu Denis wurde 1977 in Montréal, Kanada geboren. Nach einem Filmstudium an der Université du Québec in Montréal arbeitete er zunächst als Cutter, bevor er ab 2006 begann, als Autor und Regisseur auch eigene Filme zu realisieren. Seine Kurzfilme Le Silence nous fera écho und Code 13 liefen weltweit auf zahlreichen Festivals. Zusammen mit Simon Lavoie drehte er seinen ersten Langspielfilm Laurentie, der beim Filmfest in Karlovy Vary uraufgeführt und mehrfach auf internationalen Festivals ausgezeichnet wurde. Mit Corbo war er 2015 Gast der Berlinale.


Roman de Giuli | Macro Cinematography
Die Unendlichkeit in einer Petrischale
Mittwoch, 04.10.2017, 21.00 Uhr, Markgrafentheater

Die Darstellung von Objekten und Oberflächen in makroskopischen Abbildungsmaßstäben ist eine noch junge Gattung der experimentellen Kinematographie.

Roman De Giuli präsentiert einen Querschnitt seiner Visualisierungsmethoden mit einer Vielzahl unterschiedlicher Farben, Fluiden und Pigmenten. Beginnend mit ein paar Tropfen Tinte in einer Petrischale bauen sich im Laufe der Liveshow komplexe Bildkompositionen und Landschaften auf, die sich mit zunehmender Dauer als eigenes kleines Universum etablieren. Neben den vielen Formen und Texturen offenbaren die Interaktionen der Materialien spektakuläre Bewegungsphänomene und viele visuelle Überraschungsmomente. Die Arbeiten von Roman de Giuli sind mittlerweile weltweit auf Filmfestivals vertreten und können auf seiner Seite Terracollage in Augenschein genommen werden.

Begleitet wird die Vorstellung durch eine musikalische Interpretation von Filmkomponist und Sounddesigner Sebastian Watzinger. Er bereichert seit über 15 Jahren Bewegtbilder mit Emotion und Atmosphäre. Durch Musik und Sound unterstützt er die Story und schafft zugleich neue Zugänge zu den tief sitzenden Erzählebenen der Geschichte. So wird diese zu einem nachhaltigen Erlebnis für den Zuhörer. Als Produzent und Berater nutzt Watzinger Sound als essentiellen Markenwert für Unternehmen und unterstützt Design-Startups, KMUs und Fortune-500-Unternehmen bei der Markenbildung.

 

Soundprojekt | Momente der Stille
Interaktion und öffentlicher Raum
Erlanger Innenstadt

Im Rahmen des Praktikumseminars ‚Sound: Interaktion und öffentlicher Raum‘ ist im Sommersemester 2017 das Projekt ‚Momente der Stille‘ unter der Leitung von Tanja Hemm entstanden.

Im ersten Schritte stand die Recherche zu den Gedanken: Kann man im Alltagsstress und der Flut an Eindrücken, mit der uns unsere Umwelt förmlich erdrückt, einen Moment der Stille empfinden? Und was ist Stille? Welcher akustische Impuls – unter den genannten Aspekten erarbeitet und gezielt gesetzt – unterstützt uns dabei, in einer belebten Alltagsumgebung in einen Moment der Stille hineinzugleiten?

11 Studierende haben 11 Orte in Erlangen gefunden. Als Sprungbrett für Passanten haben Sie ortsspezifische, reduzierte Soundimpulse von maximal 45 Sekunden geschaffen, um das Erleben zu vertiefen. Entdecken Sie auf der Route durch Erlangen unsere und Ihre ganz persönlichen Momente der Stille.

Der QR-Code führt zu den einzelnen Soundstationen. Eine ausführliche Projektbeschreibung mit Lageplan findet sich hier.